Aktuelles - der Blog von Elmar Woelm

21.11.2016 13:18

Aktuell gesucht:
Modelle für das Fotoprojekt "Moderne Amazonen"

Für eine Fotoserie "Frauen in ehemaligen Männerdomänen" suche ich Modelle, die tatsächlich in diesen Bereichen aktiv sind. Dafür kommen sowohl Frauen infrage, die bereits versiert als Model arbeiten, aber auch alle anderen Frauen, die Lust daran haben, als Modell zur Verfügung zu stehen.

EW-Angela-Model-0245

Wenn Sie sich für ein Shooting bewerben wollen, haben Sie zum Beispiel entweder einen der folgenden Berufe

Polizei
Militär
Feuerwehr
Lastwagenfahrerin
Maurerin
Dachdeckerin
usw.
oder eines der folgenden Hobbies

Kampfkünste wie Karate, Judo, Aikido, Iaido Boxen etc.
Motorradfahren
Jagd
Schießen
Bogenschießen
usw.
Beabsichtigt sind persönliche Portraits aus folgenden Lebensbereichen

Beruf
Hobby
Privatleben
Etwas (ganz) Weibliches
Wenn Sie Lust daran haben, sich als Foto-Modell zur Verfügung zu stellen, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Allgemeine Informationen zu den Shootings finden Sie auf http://foto.elmarwoelm.com/fotoshootings.html

07.11.2016 18:15

Fünfzehn Jahre ist nun die Veröffentlichung meines Debüt-Romans Kybele her. Als verlässlicher Kooperationspartner und sozusagen "Hausverlag" begleitete mich seitdem das Münstersche Verlagshaus Monsenstein & Vannerdat. 👍😊👏👏👏
Leider gehört das kleine mittelständische Unternehmen inzwischen auch zu denjenigen, die den Dumpingangeboten der Riesen nicht länger standhalten konnten.
Zu meinem großen Bedauern musste das Unternehmen Insolvenz anmelden und ist in Konkurs gegangen. 😟😟😟
Kybele-Titel-klein
Alle meine Bücher können daher derzeitig offiziell nicht mehr gestellt werden. Interessenten können sich aber gerne direkt mit mir in Verbindung setzen, ich habe noch eine ganze Reihe Bücher hier Vorräte ich.
Sobald meine Veröffentlichungen in einem neuen Verlag herausgekommen sind, werde ich das wieder hier posten.

25.07.2016 11:10

Seit der Veröffentlichung von Kybele war das aktive kreative Schreiben von Lyrik, Kurzgeschichten oder eines weiteren Romans durch intensive Studien der klinischen Hypnose sehr zu kurz gekommen. Wie das im Leben oft so ist, galt es Prioritäten zu setzen. Eine erstes Manuskript des späteren „Wen der Falke küsst“, lag seit Beginn dieser Studien tief in den Schubladen vergraben und wartete auf bessere Zeiten.
Inner-Judge-klein
Stattdessen galt es, alle freie Energie in das Studium zu stecken, denn schließlich beabsichtigte ich, mich mehr und mehr auf diesem Gebiet selbständig zu machen. Ein wichtiger Schritt ergab sich dadurch, dass das American Board of Hypnotherapie (ABH) mir noch vor Abschluss des Studiums im Jahr 2006 die Lizenz erteilte, als Trainer der Hypnotherapie zu beginnen.
Als einer der Ausflüsse des jahrelangen nebenberuflichen Studiums veröffentlichte ich im gleichen Jahr eine erste Studie auf englisch zu hypnotherapeutischen Ansätzen zur Arbeit mit dem inneren Richter:
„Hypnotherapy and the Inner Judge: Relevance, Methods and Spiritual Aspects“, ein Buch, dass ich erst viele Jahre später in überarbeiteter Fassung auch auf deutsch herausbrachte. Auch hier erwies sich der Verlag Monsenstein & Vannerdat erneut als verlässlicher und kompetenter Partner.

„Originally, the Inner Judge helped us to survive and to function in the world. But as we grow up, we get stuck in the past regarding this inner situation. It does not grow in an adequate way with us but keeps treating us as a child. Thus, our responses to the world are often not at all appropriate and useful but are those of frightened children who have built up many strategies to cope with the fear of punishment – to such a degree that the underlying fear, which was originally established as a response strategy, is completely unconscious. That means, that those strategies are, from a certain point of view, so perfect, that we are very often not at all aware of the underlying fear of our responses and actions. The responses of most people in conflicts and discussions are thus unconscious reactions of infantile patterns of behavior. These interactions are actually those of children that act through the conditioning imposed upon them by adult persons.“

15.06.2016 16:11

Nach der Veröffentlichung von Kybele kam mir die Idee, einen Lyrikband mit Gedichten von meinem Vater und mir zu erstellen und mit Fotografien meines Vaters Sten Woelm zu illustrieren. Gedichte hatte ich ja inzwischen reichlich geschrieben und auch an Gedichten meines Vaters mangelte es nicht.

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Das Projekt nahm eine ganze Weile in Anspruch. Da gab es die passenden Gedichte auszuwählen, die Fotos dazu und sie entsprechend zu bearbeiten. Auch hatte ich mir vorgenommen, das Setzen des Buches selbst zu übernehmen. Partner sollte erneut Monsenstein & Vannerdat in Münster sein, damals noch ausdrücklich deklariert als ein "Verlag von Freunden für Freunde". Auch wenn das Verlagshaus inzwischen eine enorme Vielfalt an Büchern veröffentlicht hat, ist er für mich bis heute ein guter Freund und Partner geblieben. Vielleicht nicht zuletzt deshalb, weil er in meiner geschätzten Geburtsstadt Münster liegt.
Schließlich, 2005, war auch dieses Werk geschafft.
Eines meiner Lieblingsgedichte meines Vaters ziert die Cover-Rückseite:

So lass uns gehn:
– verborgen ist das Leise
und seine stille Weise
wird bald geschehn. –

Nur warten, dass die Tiefe,
verschwiegen angerührt,
aus allen Wundern
eines riefe,
das uns entgegenführt. –
(Sten Woelm)

26.04.2016 19:05

Nachdem ich angefangen hatte, auch kleinere Geschichten und Betrachtungen zu schreiben, kamen mir auch einige Märchen in den Sinn. Eines dieser Märchen sollte das Thema haben: ein Mädchen mit der besonderen Gabe, mit den Wesen der Natur zu sprechen. Das war Elisabeth, Tochter eines Holzschnitzers, der mit seiner Familie in der Einsamkeit des Waldes an einem romantischen Platz wohnt. Eines Tages entdeckt Elisabeth, dass sie mit den unterschiedlichsten Elementen der Natur kommunizieren kann. Als Lehrerin und Vermittlerin dient ein wurzelähnliches Stück Holz, das sie an einer Quelle im Wald findet. Als eines Tages ihr jüngerer Bruder spurlos verschwindet, macht sich Elisabeth auf die Suche nach ihm, der Beginn einer jahrelangen Reise.
Kabele-Titel-Klein
Was als einfaches und relativ kurzes Märchen angefangen hatte, wuchs sich zu einem ganzen Roman aus. Für mich war es eines der faszinierendsten Abenteuer zu erleben, wie solche Geschichten für mich entstehen. Am Anfang nur eine einfache Idee und ich habe noch keine Ahnung, wie es weitergeht. Dann beginne ich zu schreiben, und während ich schreibe, ergeben sich die Zusammenhänge wie von selbst. Dann komme ich an einen Punkt, wo ich nicht recht weiß, wie es weiter gehen soll. Vielleicht mache ich ein stichwortartiges Brainstorming über eventuelle Möglichkeiten, aber noch immer bleibt es ungewiss. Also wieder einfach beginnen, zu schreiben und schon fließt es wieder wie von selbst. Oft lande ich mit den Geschehnissen ganz wo anders, als ich anfangs gedacht hatte. Manchmal verändern sich die Protagonisten in eine völlig unerwartete neue Richtung.
Kybele ist vom Genre her nicht so einfach einzuordnen und ich liebe es so. Ein wenig Märchen, ganz viel Entwicklungsroman, ein nicht zu übersehender Wind (Hauch wäre zu wenig) an Spiritualität, ein Abenteuer mit vielen Gefahren, Liebe und Emotionen. – Letztlich eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst und der Wirklichkeit.
Wie schrieb mein erster Rezensent (Jörg Ehrnsberger) damals: „…auf der Verlagsbeilage stand außerdem noch „spannend“. Da aber dieser Begriff inflationär verwendet wird, hatte ich ihn überlesen. Das war unvorsichtig, denn das Buch war derart spannend und packend geschrieben, dass ich es für drei Tage kaum aus der Hand legen konnte.“

Kabele, Elmar Woelm (2001), 341 Seiten, Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat, 17,99 Euro. Kindle Ausgabe: 5,95 Euro

15.04.2016 17:19

Auf meiner Literaturseite Bambusgarten gibt es übrigens auch ein Gästeforum. Dort können Gäste Gedichte oder "Kurzgeschichten" präsentieren. Wenn Sie daran Interesse haben, schicken Sie mir bitte eine eMail.
http://www.bambusgarten.com/gastautoren/gastautoren.php
On my internet site Bambusgarten we have a platform for guests to present their poems or stories. Please send me a mail if you are interested in being a guest their.
Philippinen_0666-klein
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And here another English poem of mine:
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Mother
Burning in the endless sky
see your laughing eyes.
Looking at this restless guy
friendly and so wise.
Burning in the sleepless night
touching soul so sober.
Ending all the senseless fight
turning it all over.
Burning in the fire
suffering and ease.
Filling hearts desire
mother, your release.

07.04.2016 20:02

Ich habe ja bereits erzählt, wie ich begann Gedichte zu schreiben. Gedichte und Geschichten zu schreiben hat in meiner Familie durchaus eine gewisse Tradition. Mein Vater war Fotograf und Journalist und er schrieb im Laufe seines Lebens viele lyrische Gedichte und Geschichten. Auch sein Vater schrieb bereits gelegentlich Gedichte. Mein Großvater mütterlicherseits schrieb keine Gedichte, hat aber ein spannendes und interessantes Buch über seine Abenteuer beim Ballonfahren geschrieben. - Er war ein ganz wesentlicher Pionier der Ballonfahrt in Deutschland und erster Nicht-Offizier überhaupt, der in Deutschland eine Lizenz zum Ballonfahren bekam.
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Sten Woelm

Da mein Vater bereits starb, als ich sechs Jahre alt war, konnte er nicht mehr unmittelbar Vorbild für mein Schreiben sein. Im Gegensatz zu seinen Fotografien, die viele Jahre Wohnung und Treppenhaus zierten und durchaus Stolz der Familie waren, habe ich viele Jahre nie ein Gedicht oder eine Geschichte von ihm zu sehen bekommen. Als ich im Jugendalter einmal danach fragte, bekam ich von meiner Mutter die Antwort: „Ach, Junge, das ist alles noch viel zu schwer für dich zu lesen.“ Und ich war wohl nicht pubertär/aufsässig genug, dass ich darauf bestanden hätte, es selbst herauszufinden. So geriet es mehr oder weniger in Vergessenheit und Jahr für Jahr verging. Ich war längst verheiratet und hatte eigene Kinder, als ich wieder einmal nachfragte, wo meine Mutter, denn eigentlich die Gedichte und Geschichten von unserem Papa aufbewahrte. „Oh, da muss ich mal in Ruhe nachsehen, die sind irgendwo in den vielen Kisten im Keller.“ Wieder vergingen Jahre, Jahre, in denen ich gelegentlich mal wieder nachfragte, aber immer die gleiche Antwort bekam … irgendwo im Keller.
Etwa 10 Jahre nach meinem ersten Gedicht war es dann so weit, dass ich mich mit dem Vertrösten nicht mehr zufrieden gab und mich selbst in den Keller aufmachte und zu stöbern begann. Schließlich brachte ich die ersten verstaubten Schätze zutage. „Da muss aber noch mehr sein,“ ließ mich meine Mutter wissen, nun selbst schon ganz aufgeregt. Und tatsächlich, es gab noch mehr. Ich fand hunderte von Gedichten und Geschichten.
Schließlich fuhr ich mit mehreren Kartons bepackt nach Hause und machte mich dort in Ruhe über meinen neuen Schatz her. Was ich entdeckte war eine völlig neue Art von Vater und eine tiefe Seelenverwandtschaft, von der ich bislang nichts geahnt hatte. Das war ein enormer Motivationsschub und in den kommenden Wochen schrieb ich plötzlich so viele Gedichte, wie sonst im ganzen Jahr nicht und begann mit ersten Kurzgeschichten, Betrachtungen und Anekdoten. Der Damm war gebrochen.

26.03.2016 18:51

Ich hab ja schon mal verkasematuckelt, was damals so ambach war, als der Koten Jesus geboren wurde. Wo Jesus seine Alsche, Maria, mit ihrem Seeger Jupp in son Kabuff bei nem Chalo inne Bendine poofen musten, obwohl Maria doch pattisch war und all das Bambonum. Heute möchte ich mal davon rakawelen, wie der Koten hamel Jännikes später, als erwachsener Macker erst Mulo makeimt wurde und dann aber allen gezeigt hat, was fürn jovel muckerer Bachus er war.
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In der Zeit feierten die Beisrols jedes Jahr ihr Pascha Fest in Jerusalem und alle schemmten dann da hin, um da eine tofte Fete zu makeimen. Weil es damals lau oser Wuddis oder tofte Leezen zum Peseln gab, und auch kein Zossen oder ein Kamel für Jesus ambach war, musste der Seeger sich was ausbaldowern. Er hatte auch lau Tuck zu teilachen. Also bewirchte er sich nen Magaratz. Mit dem peselte er dann über die Strelen bis er schließlich in Jerusalem ankam. Wie jeder der Zerche hat weiß, war Jesus ja kein Christ – lauoser toffelmönnisch noch evangelisch –, sondern auch ein Beisrol.
Viele Seeger und Ischen fanden das so hamel jovel, dass Jesus kam, dass sie ein toftes Trallafitti mit hamel Jontev veranstalteten. Viele meinten, er wäre der neue Obermacker der Keimken. Die Römer, die damals die Maschores in der Bendine waren, hatten More, dass Jesus ihnen alles vermasseln und sie tatsächlich vermackeln und aus der Zitie jagen könnte.
Einige Tage später, am Donnerstag, feierte Jesus dann mit seiner Mischpoke, den jovelsten Scheezen und Ischen, die Abend-Achile. Jesus hatte Zerche davon, dass einer von den Mackern, die da auf der Fete ambach waren, ihn für ne Patte voll Lobi an die Römer verscherbeln wollte, noch bevor der Baschlo kimmel mal schallern würde. Als er das den Seegers verkasematuckelte, wollte das lauoser einer glauben. Aber es geschah genauso wie Jesus es schmuste. Die Römer ließen ihn am Kreuz machullen, bis er mit viel Piene echt kapores war.
Viele von den Schabos und Schautern waren hamel traurig am flennen und plannigen, und einer von ihnen gab ihm sein eigenes Grab auf der Machullenwiese, eine Mulo-Kabache im Felsen mit nem hamelen Backmann davor.
Kimmel Tage später, an Ostersonntag, gab es ne hamel Randale, weil das Kabuff im Felsen leer war – lauoser Seeger mehr ambach. Jesus war verchibbra. Als wär’s Figine und Magente, tauchte auf einmal son Seger in weißem Kaftan, ein Engel, auf und schmuste, Jesus, der mulo Macker, wäre auferstanden und am leben. Aber keiner von den Seegern und Kalinen, die früher mit Jesus durch die Bendine geteilacht waren, wollte das glauben. Sie meinten, die Engel wären nur Nerblofreier gewesen. Erst als am Abend nen fremden Seeger genauso mit ihnen Abend-Achile makeimte wie Jesus das getan hatte, gingen ihnen die Röllekes auf und sie glaubten, dass es keine Figine war, sondern Jesus ömmes von den Mulo-Mackern auferstanden war.
Ja, und darum feiern die Christen bis heute Ostern. – Ömmes!

Euer Rakawele-Mänglowierer, Elmar

(Masematte ist ein Soziolekt aus einigen Vierteln der münster'schen Innenstadt, wie er bis zum Zweiten Weltkrieg von vielen Händlern, Hausierern, Kleingewerbetreibenden und Ähnlichen quasi als Geheimsprache gesprochen wurde. Teile des Masematte leben noch heute in der Umgangssprache der Münsteraner fort.)

22.03.2016 15:14

In der Weihnachtszeit bin ich mit einem neuen Roman angefangen. - Endlich!

I am writing at my new novel! A thrilling play with realities in different worlds.

Die ersten 400 Seiten handschriftliches Manuskript stehen. Sehr produktiv war der Übersee von und nach Kalifornien vor einigen Wochen. Denn so kann man die Zeit des Fluges auch gut verbringen. Eine Flugbegleiterin wurde daraufhin sehr neugierig und fragte, ob ich etwa einen Roman schreiben würde. - Es hätte ja auch ein Reisetagebuch sein können, oder? Sie muss es irgendwie gerochen haben.
– Ja, Romane schreibe ich immer noch zunächst nach "Alter Väter Sitte", handschriftlich! Das hat zwar den Nachteil, dass ich später immer alles noch in den Computer eintippen muss, aber das ist dann auch gleich schon eine erste Überarbeitung und Korrektur.
Arbeitstitel: Das Tor oder wundersame Reisen nach Mimigernaford. Wieder einmal ein spannendes Spiel mit Welten und Realitäten. In diesem Roman: Osnabrück, Münster, Sibirien und eben - Mimigernaford. Wie ich es liebe (und die Verlage hassen): noch mehr Genre-Mix als in meinen anderen Büchern.

Roman-Tor-Mimigernaford-web-02

19.03.2016 19:28

Vor 15 Jahren habe ich meinen ersten Roman, Kybele veröffentlicht. Und wie das alles mit dem Schreiben begann?
Es begann sozusagen lange vor der Veröffentlichung meines Debüt-Romans Kybele. Auch wenn meine Lehrer in der Schule oft wohl eher den Eindruck hatten, ich wäre, was das Schriftliche anbelangte, eher schwach auf der Brust, so würde ich heute sagen, es wurde mir in die Wiege gelegt. (Aber wie sehr wird Schule auch schon dem gerecht, was Menschen in die Wiege gelegt bekommen haben?) Mein erster Aufsatz über die Folgen des Rauchens von Kräuterstängeln fand immerhin die begeisterte Zustimmung meiner Schwester Ilka, die daraufhin, als damalige Redakteurin der Jugendzeitschrift der Turngemeinde Münster, die kleine Geschichte in der nächsten Ausgabe unterbrachte. Das war also sozusagen meine erste Veröffentlichung und muss irgendwann Ende der 60er gewesen sein. Dann kam Jahrelang nichts. Außer all den Ergüssen zu den unterschiedlichsten Themen, die das Gymnasium halt von mir verlangte; meistens fühlte ich mich zu sehr in die Schablonen gepresst, was meine Kreativität jedes Mal ganz spontan von einhundert auf null sinken ließ.
Später tobte ich mich dann viele Jahre in den Naturwissenschaften aus, um meine schriftlich-sprachlichen Fähigkeiten zu trainieren, aber das war dann eben auch sehr fachspezifisch.
Mein erstes Gedicht schrieb ich schließlich 1987 - ach nein, das stimmt nicht ganz. Ich habe noch ein oder zwei Gedichte irgendwann in den Jugendjahren unterschlagen, die sich allerdings auch nicht mehr auffinden lassen.

Anlässlich eines Zen-Sesshins schrieb ich:

Mai 1987

Der Duft der Kirschblüte im Wind
durchdringt die Kleider.
Klang der Glocke im Morgengrauen.

sowie:

Sesshin

Nichts ist geblieben
von dem sanften Plätschern des Baches.
Die Haltung des Buddha —
ein reißender Strom.
Tausend kleine Teufel,
Narretei von Körper und Geist.

Gestreckter Rücken,
Glatzköpfe in schwarzem Gewand.
Brennende Knie.
Zweifel – Angst!
Fliehen – Wohin?
Klang der Glocke im Morgenwind.

Wellen der Ungeduld
sitze ich auf dem Kissen.
Stille. –
Truthahn und Pfau am Morgen
scheinen zu lachen.
Soeben noch erblüht,
fällt leise die Kirschblüte
im Wind.

In den folgenden Jahren kamen dann mehr und mehr Gedichte zu mir, bis ich jedoch die ersten Kurzgeschichten und Erzählungen schrieb, dazu sollten noch eine Reihe von Jahren vergehen.
Dazu dann mehr ein anderes Mal.

19.03.2016 20:05

Auszug aus dem Roman "Wen der Falke küsst" von Elmar Woelm.
http://www.bambusgarten.com/files/blog/falke-133b.mp3

21.01.2006 13:45

Zweiter Auszug aus einer Lesung von Elmar Woelm zum Roman Kybele.
http://www.bambusgarten.com/files/blog/lesung_ant2.mp3

06.01.2006 22:44

Kybele ist ein spannender und liebevoller Roman von Elmar Woelm. Elisabeth liebt und lebt mit der Natur. Als eines Tages ihr Bruder spurlos verschwindet, macht sie sich auf eine lange und beschwerliche Reise eine Suche, die immer mehr als Suche nach der eigenen Existenz, als Lehrweg voller Leid, Abenteuer und Magie geraet. Noch ahnt sie nicht, auf welche Weise Ihr Schicksal mit ihrer eigenen Vergangenheit verwoben ist, die weit ber dieses Leben zurueckreicht, zum Tempel der Kybele.Verlag Monsenstein Vannerdat (www.mv-verlag.de) 343 Seiten, EUR 17,80ISBN 3-935363-08-7
http://www.bambusgarten.com/files/blog/lesung_ant1.mp3