Elmar Woelm
Alte Mauern, schwerer Stein Stille in der Einsamkeit, liegen da in sanfter Ruhe, verloren jenseits aller Zeit
Kleines Dorf, du hast so viele Jahre schon gesehn, gelebt, wie die ganze Creuse blühte Menschen mit dem Land verwebt.
Deine Häuser sind verlassen, Brombeerranken hier und dort. Und in deinem weiten Schatten fliehen selbst die Geister fort.
Ort der Kraft, den Odin weihte Opferstein in Fels gehaun. Brunnen an verwunschnem Winkel dürsten heute Gnom und Faun.
Deine Jahre sind gewesen, stumm bleibt Menschen Fröhlichkeit. Nur die Stimmen unsrer Kinder klingen jenseits aller Zeit.
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Elmar Woelm
Ach, du stehst so viele Jahre, gabst den Seelen dein Geleit, die in jedem Stein sich spiegeln, deren Einsamkeit heut schreit.
Wie viel Kinder sahst du spielen, klettern in dem Kronenraum. Fülltest sie mit deinem Äther, leitest sie in ihren Traum.
In dem knorrigen Geäste hocken Geister, flüstern, wispern von dem Sehnen der Verwirrten mit den farblosen Gesichtern.
Zweig bedeckt mit Moosen, Flechten, Blätter sind vom Tau ergraut nimmst du aller Zeiten Lasten, dem, der lebensfroh vertraut.
Alte Eiche, deine Schatten neigen sich dem Abendrot. Zauberspiel am Himmel künden von des Ewigen Gebot.
Ein Gesicht mit rauhen Falten öffnet seinen stummen Mund. Und das Wissen von dem Alten tut sich meinem Herzen kund.
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