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Von Elmar Woelm
Meinem Vater, der mich zeugte
Mutter, die mich trug – gebar.
Die mich nährten und versorgten
unter Mühen Jahr um Jahr.
Meinen Lehrern, die mir halfen,
diese Welt ein Stück verstehn.
Meinen Freunden, die mich schätzen,
gern die Fehler übersehn.
Meiner Frau, die mich so lang
ertrug – ich danke für die schönen,
reichen Stunden
die wir miteinander waren,
für die wunderbaren
Kinder, die du uns geboren.
Unsre Seelen, lang verbunden,
stolpern in der Dunkelheit.
Geprügelt, verlacht, zerschunden
– und das Wasser ist so weit –
Salz in allen Wunden.
All den Menschen, die mir Hilfe waren,
die mich eine Weile lang
begleitet haben.
Für eure Liebe, Anerkennung und auch Mühe
danke ich, es war nicht wenig,
was ihr mir gegeben habt.
Meinen Kindern, daß sie mich
zum Vater nahmen und für ihre
bedingungslose Liebe, die
sie mir schenkten. – Ich
danke auch für euer Lachen,
eure Fröhlichkeit und euren Blick –
einfach dafür,
daß ihr meine Kinder seid!
Für das Leben, daß mich stützte,
für der Erde festen Grund.
Für die Sonne, die mich wärmte,
für der Blumen Blütenbunt.
Doch nun seht, ist's Zeit ich geh.
Langer Jahre fruchtlos Streben
läßt erschöpft mich niedersinken.
Zins, den ich nicht zahlen konnte
häufte Schulden ohne Ende,
deren Bergeslast mir bindet
schweren Herzens meine Hände.
Wünsch ich euch nun,
all ihr Lieben,
die ihr bleibt noch eine Weil,
möget ihr vollenden können,
was ich fehlte euch zum Heil.
Meine Liebe wird euch leiten,
bis ich selbst nach kurzer Ruh
alte Sühne zu begleichen
wieder schnür den Wanderschuh.
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